Wachstumsbranche statt Dienstleistungswüste

Es gibt Steuererleichterungen bei der Beanspruchung von Haushaltsnahen Dienstleistungen – aber es gibt noch keine eigene Kennzeichnung in der Wirtschaftszweigklassifizierung (NACE-Schlüssel), durch die die Bedeutung des Wirtschaftszweiges volkswirtschaftlich erfasst und bewertet werden kann.

Es gibt bundesweit ca. 2500 Service-Unternehmen mit ca. 25.000 Beschäftigten im haushaltsnahen Bereich, aber (laut Stern 28/2012) 4,5 Millionen Menschen, die illegal in privaten Haushalten beschäftigt sind.

Es gibt eine Reihe von Ungleichbehandlungen, Hemmnissen und konkreten Problemen, die einer kraftvollen Marktentwicklung im Wege stehen. Vor allem aber fehlt die Vernetzung der in der neuen Branche Tätigen und deren Zusammenwirken mit Entscheidungsträgern in der Politik, Wirtschaft und Verbraucherorganisationen, um Rahmenbedingungen zu schaffen, durch die heutige Dienstleistungswüste in naher Zukunft zu einer Wachstumsbranche wird.