Der Fachkräftemangel im Pflegebereich war auch 2023 eines der dominierenden Themen im Gesundheitswesen. Einrichtungen und ambulante Dienste berichten weiterhin von offenen Stellen und steigender Arbeitsbelastung.

Gleichzeitig wächst die Zahl pflegebedürftiger Menschen. Diese Entwicklung erhöht den Druck auf bestehende Versorgungsstrukturen.

Personal gezielt einsetzen

In Politik und Fachöffentlichkeit wird intensiv diskutiert, wie Pflegepersonal entlastet und die Attraktivität des Berufs gesteigert werden kann. Neben Ausbildungsinitiativen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen rückt auch die Organisation der Aufgaben stärker in den Fokus.

In der Praxis übernehmen Pflegefachkräfte häufig neben ihren pflegerischen Kernaufgaben auch organisatorische und hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Diese Tätigkeiten sind für eine funktionierende Versorgung notwendig, gehören jedoch nicht zum Kernbereich der Behandlungspflege.

Eine klare Aufgabenstruktur kann dazu beitragen, vorhandene Fachkräfte gezielter einzusetzen.

Hauswirtschaft als eigenständiger Bereich

Hauswirtschaftliche Dienstleistungen übernehmen Aufgaben der Alltagsorganisation, der Haushaltsführung und der Strukturierung des Wohnumfeldes. Eine transparente Abgrenzung zwischen Pflege und Hauswirtschaft stärkt beide Professionen.

Pflegekräfte können sich stärker auf ihre fachlichen Kernaufgaben konzentrieren. Hauswirtschaft wird als eigenständiges Berufsfeld mit klaren Kompetenzen sichtbar.

Nachhaltige Versorgungsstrukturen entwickeln

Die Diskussion im Jahr 2023 zeigt, dass die Stabilisierung der Pflege nicht allein durch zusätzliche Fachkräfte gelingen kann. Ebenso wichtig ist eine effiziente Organisation der vorhandenen Ressourcen.

Als AHDW setzen wir uns dafür ein, dass Hauswirtschaft als professioneller Bestandteil der häuslichen Versorgung wahrgenommen und strukturell berücksichtigt wird.