Mit dem Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP hat die neue Bundesregierung angekündigt, die Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Damit wird unsere Branche ausdrücklich politisch benannt und als relevanter Bestandteil gesellschaftlicher Infrastruktur anerkannt.

Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, ein mögliches Zulagen- oder Gutscheinsystem zu prüfen und bestehende steuerliche Förderinstrumente weiterzuentwickeln. Ziel ist es, legale Beschäftigung zu stärken und Schwarzarbeit wirksam zu reduzieren.

Politische Anerkennung mit Signalwirkung

Die Aufnahme haushaltsnaher Dienstleistungen in den Koalitionsvertrag ist zunächst ein politisches Signal. Sie macht deutlich:

  • Haushaltsnahe Dienstleistungen tragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.
  • Sie entlasten Haushalte mit pflegebedürftigen Angehörigen.
  • Sie sind ein Instrument zur Bekämpfung informeller Beschäftigung.

Damit wird die gesellschaftliche Bedeutung professioneller Hauswirtschaft ausdrücklich anerkannt.

Umsetzung bleibt entscheidend

Zum Jahresbeginn 2022 liegt noch keine konkrete gesetzliche Ausgestaltung vor. Die angekündigten Maßnahmen befinden sich in der Prüf- und Konzeptionsphase.

Für die Praxis kommt es nun darauf an, dass mögliche Förderinstrumente:

  • einfach zugänglich,
  • rechtssicher ausgestaltet,
  • administrativ praktikabel
    und
  • nachhaltig finanziert sind.

Nur so kann die politische Zielsetzung tatsächlich Wirkung entfalten.

Fachliche Begleitung durch den Verband

Als AHDW begleiten wir die weiteren Entwicklungen aufmerksam und bringen die Perspektive der Praxis in Gespräche und Stellungnahmen ein.

Unser Anliegen bleibt:

  • Rechtssicherheit für Anbieter,
  • transparente Förderstrukturen,
  • und die nachhaltige Stärkung regulärer Beschäftigung in der Hauswirtschaft.

2022 wird entscheidend dafür sein, ob aus der politischen Ankündigung konkrete und tragfähige Rahmenbedingungen entstehen.